GEMEINSAMER GRUND

Wasser in den Religionen

Jede Tradition kennt Wasser als Zeichen. Sie nennen es verschieden und meinen dasselbe: wichtigstes Lebensmittel, Reinigung, Anfang, Leben.

Christentum

Taufe

Die christliche Taufe: Wasser als Anfang eines neuen Lebens. Die Kraft des Wassers ist die Kraft zum Leben. Laudato si’ nennt den Zugang zu sauberem Wasser ein grundlegendes Menschenrecht.

Islam

Wuḍūʾ

Der Koran nennt Wasser den Ursprung alles Lebendigen. Die rituelle Waschung vor jedem Gebet und Gottesdienst.

Judentum

Mikwe

Im Judentum der Waschbrunnen vor der Klagemauer. Das Tauchbad der Reinigung an der Synagoge.

Hinduismus

Gangā

Im Hinduismus: Flüsse als lebendige Wesen, nicht als Ressource. Die Erde wird als Mutter angesprochen.

Buddhismus

Wasserschale

Buddhismus: Die Wasseropfergabe als Übung der Freigebigkeit. Alles Lebendige bedingt einander.

Sikhismus

Amrit

Sikhismus: Der Guru Granth Sahib nennt das Wasser den Vater aller Dinge, die Luft den Lehrer, die Erde die Mutter.

Shintō

Misogi

Shintoismus: Die Reinigung im fliessenden Wasser. Quellen und Wasserfälle gelten selbst als Wohnorte des Heiligen.

Bahá’í

Einheit

Bahá’í: Die Erde ist ein Land und die Menschheit seine Bürger. Was allen gehört, muss allen zugänglich sein.

Gemeinsames Tun

Was die Traditionen in ihren Texten teilen, soll in Vorhaben zusammenkommen — dieselbe Region, dieselbe Anlage, verschiedene Träger. Wer eine Anlage mitträgt, entscheidet mit, wohin die nächste geht.

Religionsvertreter am Jahrestreffen

Belegte Auftritte der vergangenen Jahre. Die Aufnahme in diese Liste bedeutet keine Verbindung zum Kreis; sie zeigt, wie breit die religiöse Präsenz in Davos bereits ist.

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